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Veröffentlicht auf von sema´da

als ich früh morgens unterwegs zur Arbeit war,konnte ich ein impossantes Schauspiel erblicken-impossant insofern,daß ich es oft sehe,aber es jedesmal mit Staunen wahr nehme.
Eine Landschaft,über der der Nebel sich langsam fort bewegt und die Bäume nur mit der Hälfte ihres Kleides sich aus dem Schleier hervor heben.Die Himmel ist in allen Farben sichtbar und er schält sich heraus wie der Regenbogen während die Dunkelheit immer mehr dem beginnenden Tageslicht weicht.
Ich atme tief durch und tief ein,laß es in meine Lungen strömen und in mein Herz,bis es sich ganz ausgedehnt hat...

In einer hektischen Zeit,wo alles nur nach Termin geht oder last minute abläuft,hat man verlernt,seine Umgebung bewußt wahr zu nehmen.
Man rennt durch die Strassen,von einem Termin zum anderen und überall hört man-"keine Zeit"-...

Von welcher Zeit reden die denn da???Es geht sogar so weit,daß man schon keine Zeit mehr für die Zeit selbst hat und dadurch auch noch nicht einmal für den *geplanten* Termin...

Und dann kommt es an EINEM Tag,wirklich nur an Einem Tag-sei es ein Feier-oder Festtag-zu einem Phänomen...-die Welt wird leiser,die Hektik hat Ruhepause,aber auch der Mensch,der sich darin bewegt.Alles ist sanfter,fließender und die Menschen genießen es,fühlen sich wohl.

Man sitzt gemeinsam beisammen,spaziert oder radelt in aller Gemütsruhe durch die Natur,hat plötzlich "Zeit" für Gespräche oder Anderes.

Ent-Spannung auf allen Ebenen...
Und man lauscht vermehrt den Dingen,die einem an den ""Werk-Tagen"" entgangen sind...-ein wunderbarer Augen-Blick...R-Ausnahme-Zustand.

Was hindert uns daran,es täglich zu tun?
Wie wäre es,jedem Tag ein paar Minuten seines Seins zu widmen und sich all der Schönheit & Herrlichkeit zu öffnen,sich aus dem ~Zeitgeschehen~ heraus zu nehmen...
Ist es denn wirklich so wichtig,alles im Leben so zu verplanen,daß kein Zwischenraum bleibt außer den einen bestimmte Tag in der Woche?
Fangen wir doch einfach mal an,jedem Tag unsere Aufmerksamkeit zu schenken,vllt. geht´s nur ein paar Minuten,aber vllt. will man es dann für eine Stunde...oder mehr-
sich der Heiligkeit des Lebens zu widmen,sich zu öffnen für das,was da ist...direkt vor uns und in uns.

Ein sanfter Wind bläst,das Rauschen der Blätter schwingt durch die Luft und das Glockenspiel läßt einen wundervollen,aber zarten Klang ertönen.In diesem Augenblick gibt es weder Zeit noch Geschehen,nur Sein in Allem,das ist.
Es ist vielleicht nur ein Bruchteil der Ewigkeit,der sich uns da zeigt,aber es liegt an uns,ob wir ihn wahrnehmen wollen oder nicht.

Schaut euch in die Augen,schaut euch in die Herzen,schenkt diesem Moment die Achtung & Würde,die ihr euch selbst angedeihen läßt und dann könnt ihr alles "sehen & fühlen" und ihr werdet erstaunt sein,was ihr erblickt,denn ein Sandkorn ist nicht nur ein Sandkorn,genauso wenig wie ein Mensch nur ein Mensch,ein Tier nur ein Tier & eine Pflanze nur eine Pflanze ist...und ihr werdet das Leben immer wieder neu entdecken....



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