Be-Ob-Acht-Er
wie auch immer die Dinge verlaufen mögen,
im Moment tangieren sie mich nicht.
Ich fühle mich gerade nur als Beobachter,
trage keine Empfindung dem gegenüber,
wovon berichtet wird...
Es hört sich egoistisch an
und im "normalen" Zustand
kommen Sätze:
wie kannst du nur...
Aber tatsächlich
nähre ich mich gerade von mir selbst
und atme mich selbst
hinaus
in das,was mich umgibt.
Der Wind spielt mit meinen Haaren
und der Duft der Erde hüllt mich ein.
Ich mag es nicht als Wattebausch bezeichnen,
aber tatsächlich ist es sanft und trägt mich...
...kommt dem Begriff der Wolke sehr nahe,
ist aber weitaus mehr.
Nichts zu empfinden
läßt mich neutral beobachten
und es fühlt sich unbeschreiblich an.
Vor ein paar Tagen
zeigten sie mir Farben.
Blau-Gold und Weiß-Gelb-Gold
und daraus formte sich eine Ähre,
die auseinander ging
und feine Büschel wuchsen aus ihrem Haupt
in alle Richtungen weisend.
Ich höre immer wieder Musik in mir,
singe ständig still
und der Klang vibriert in mir auf zarte Weise.
Mal sind es bekannte Lieder,
die mich innerlich sehr berühren,
mal sind es Lichtgesänge,
die mich zum Schwingen bringen
und mir Tränen in die Augen bringen...
Und wenn ich mich um die eigene Achse drehe
oder zur Seite wende,
erfasst mich ein Schwindel und Taumel,
den ich am liebsten beibehalten würde,
aber er hält nur für einen kurzen Augenblick.
Teilweise sehe ich mich in Gedanken auf einer Schaukel
und ich schwinge mich immer höher und höher,
kann die Gestirne greifen...
Als Kind habe ich sehr gerne geschaukelt
und auch heute,
wenn sich die Gelegenheit irgendwo bietet,
kann ich nicht daran vorbei.
Es gibt nur eine kleine Veränderung...
-der Himmel ist nicht mehr soweit wie in Kinderjahren
und ebenfalls die Gestirne nicht mehr...
Das ist jetzt für mich der "Normalzustand".
Und ich fühle mich sehr wohl damit.
Aber auch meine menschliche Seite habe ich sehr lieb,
denn ich bin gerne Mensch
mit nur einem Unterschied...-
...ich darf das *Menschsein auch im *Himmel leben...