ich bin
nach der Arbeit an einer wunderschönen Kapelle vorbei gefahren,die hoch auf einem Berg liegt und je nachdem,wie das Wetter ist,erscheint sie zeitweise
in einem herrlichen mystischen Rahmen.
Ich fahre jeden Tag daran vorbei und immer widme ich ihr einen Blick.
Doch diesmal begleiteten ein paar Gedanken diesen Blick,denen ich hier nun kurz freien Fluß gewähre....
es begann mit:
trennen von Gott
kann ich mich nicht,
denn dann würde ich mich trennen,
von Allem,
was jemals existiert hat und existieren wird,
somit auch von mir selbst,
in der Einheit,die ich bin.
Es würde wehtun,verdammt weh tun,
denn nochmals möcht ich das nicht mehr erleben.
Es war sehr schmerzhaft.
Doch nun hat dieser Schmerz nach gelassen,
habe ich diese Erfahrungen gemacht,
wie es ist,
zu trennen und wieder zurück zu holen.
Es war wie ein Abschneiden.
Man steht plötzlich in einem hohlen leeren Raum,
könnte man auch als dunkles,schweres Loch bezeichnen.
Man versackt" immer tiefer in diesem Loch,
obwohl da nichts zu sehen ist,
nichts zu hören oder zu fühlen.
Und wenn man da drinne is,
durchlebt man den Schmerz nur solange,
bis man aufgibt.
All das Weinen und Jammern,
all das Wehklagen und vorwurfsvolle Schreien,
all das verstummt innerhalb von Sekunden.
Man hat keine Kraft mehr
und man *gibt auf*...
Nu hängt man in dieser scheinbaren Leere,
alles ist still.
Selbst die eigene Bewegung hält inne,
denn man ist zu nichts mehr fähig.
Die Gedanken sind weg.
Da ist nichts mehr,rein gar nichts mehr.
Selbst der Schmerz ist verschwunden.
Und dann,irgendwann,
in dieser völligen Apathie,
geschieht etwas ~Merk~Würdig~Es.
Da ist etwas in dir,
was dich wieder hochzieht,
auf die Beine stellt.
Man könnte es mit einer Marionette vergleichen,
an deren unsichtbaren Fäden plötzlich
jemand zieht
und alles in dir bewegt sich wieder.
Nun wagst du wieder einen Schritt,
aber noch völlig teilnahmslos,
unbefangen.
Dann kommt der nächste Schritt
und du weißt,
noch schlimmer kanns nich mehr werden,
denn das Loch war sehr tief.
Es folgt der weitere Schritt
und du wächst in einen neuen Gedanken,
in ein neues Gefühl.
Interesse zeigt sich,aber auch ein wenig die Angst,
der Schritt könnte daneben gehen
und prompt rutschst du aus,
aber hoppla...,
da hat wohl jemand an deinen Fäden gezogen.
Nix da mit Sturz und Aua.
Weiter gehts.
Und so gehst du tagtäglich einen Schritt weiter.
Nur diesmal mit etwas weniger Angst und mehr Vertrauen
bis du in dir so gewachsen bist,
daß es weder Loch noch Fäden braucht,
denn jetzt hast du erkannt,
daß du auch alleine laufen kannst
und Gott weiß,daß du es immer schaffen wirst,
deswegen hat er die Fäden los gelassen,
damit du frei deines Weges wandern kannst.
Tja,siehst du,
deshalb habe ich mich wohl ernsthaft gefragt,
warum ich mich von Gott trennen sollte.
Ich müßt ja bescheuert sein,
mir weiterhin so weh zu tun.
Das wär doch wirklich dumm.
Aber das Schöne an dieser Sache ist doch,
daß mir dieses Gefüge aus Schmerz und Leid,
etwas gegeben hat,ich etwas erkennen durfte
und dadurch eine neue Möglichkeit wählen konnte.
Es hat mir ~wohl~weis~l~ich~ gedient
und damit beende ich meinen Gedankenfluß...
ich danke*verneig*