meine Gedanken zu.....

Veröffentlicht auf von sema´da

gestern abend kam eine Patientin zu uns und teilte uns mit:"Wir haben einen neuen Papst."

Wir reagierten darauf.Meine Kollegin sagte etwas,was mich erwidern lies:"Die Prophezeiung sagt,dass es der letzte Papst sein wird." Darauf antwortete sie:"Und dann?Geht dann die Welt unter oder was?"

Es ist ein sehr oft gehörter Satz,doch nicht an diesem bildeten sich meine Gedanken fort,sondern an dem Wörtchen ^haben^.

Ja,wir haben...einen neuen PapaRoma,eine Regierung,aber auch habgierige Macht,Armut,Leid,Krieg und vieles mehr,mehr als von allem anderen...

Doch gleichzeitig eröffnet sich mir da wieder diese Hoffnung der Menschen auf etwas,das alles ändern könnte.Dieses Vertrauen in einen Neubeginn auf Frieden,Miteinander,Füreinander,Liebe...

Und dann kam mir die Frage,was brauchen wir wirklich?

Brauchen wir das ^Haben^,das aussen Führende oder würde es auch ohne Oberhäupter gehen,mehr denn je Miteinander?Menschen,die mit uns gehen,die mit uns sind,die keine Erhöhung brauchen,um zu sein und die sich lieber gleich empfinden statt etwas anzuführen.

Jedesmal,wenn ich in der Natur unterwegs bin,kommt mir immer wieder der gleiche Gedanke.Ich sehe all das um mich und ich empfinde dieses Geschenk als das,was wir wirklich brauchen.Ich setze mich für einen Moment nieder,schließe meine Augen und danke für all das,was mich umgibt und durch mich strömt.Der Himmel und die Erde hüllen mich ein mit ihrer gesamten Schöpfung an Leben,Schönheit und Wahrhaftigkeit.In diesem Augenblick bin ich vollständig erfüllt und fühle einen Frieden in mir,eine Stille,die mich vollkommen annimmt und die ich vollkommen annehme.

Da gibt es all dieses Haben nicht und ich spüre die Einfachheit in Diesem.Da findet kein Kampf statt,kein Krieg,kein Leiden,kein Hungern...,da ist absolutes Vertrauen,Wissen in die Vollkommenheit der Schöpfung.Mich nährt dieses Gefühl,mich sättigt dieses Gefühl und es lässt mich wissen,dass jeder Moment ein Neubeginn ist und dass es trotz widerer Umstände uns unermesslich viel Kraft gibt,unseren Weg weiter zu gehen...in der Hoffnung,dass Das,was alle Menschen sich in ihrem Innersten wünschen...,eine Welt in Frieden,Liebe und Gerechtigkeit,in der Fülle für Jeden und ohne Schaden am gesamten Leben der Schöpfung.

Wir brauchen nicht viel,wirklich nicht,nur das,was das Leben uns schenkt und das ist so einfach und wunderbar,dass wir es nicht glauben können oder wollen,weil unser Blick sich in den Fokus der Unbarmherzigkeit und Ungnade legt,der Ungerechtigkeit und Unschuld vieler Leben.

Wahrlich,es ist nicht einfach,da wir tagtäglich damit konfrontiert werden,das kann ich nicht absprechen und ich kann auch nicht sagen,dass es sich von heute auf morgen ändert.

Doch bei all diesen unangenehmen und schmerzhaften Erscheinungen ist nicht zu vergessen,dass dies der Umbruch und der Neubeginn selbst ist.Das kann ich leider nicht von der Hand und aus meinem Herzen weisen.

Fragen wir uns selbst,was wir wirklich brauchen....

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