nur mal so....

Veröffentlicht auf von sema´da

Es ist manchmal schon seltsam,wie unbewußt wir mit dem Bewußtsein sind....
Mir ist aufgefallen,daß wir mit den alltäglichen Dingen selbstverständlich umgehen,
doch machen wir uns diesen Umgang bewußt,
kommen wir ins Schleudern und wissen nicht mehr,
welcher Schritt zuerst kam.

Ab und an mache ich gerne die Probe aufs Exempel,
weil ich durch eine Begebenheit gerade mal wieder daran erinnert wurde,
wie selbstverständlich ich wahrnehme,
ohne überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden,
was es dazu braucht und wie unser Körper wirklich funktioniert.
Man kann es mit einem Computer vergleichen
und so gesehen würde ich sogar soweit gehen,
zu behaupten,
daß wir auch in diesem Fall Verantwortung und Selbstbestimmung abgegeben haben.

Und das wird mir anhand der einfachen Begebenheiten immer wieder bewußt.

Wir verlassen uns im alltäglichen Leben darauf und wehe dem,es läuft mal nicht so,
sind wir völlig aus dem Häuschen und haben die Orientierung für einen kurzen Moment
vergessen...

Unser Gehirn speichert alles präzise bis ins kleinste Detail.
Das wiederum bedeutet,das wir uns umm gewisse Dinge keine Gedanken mehr machen,
weil es ja auf unserer Festplatte ist.
Verändern wir aber ganz bewußt den Ablauf,kommt es ins Strudeln.
Das kann manchmal ganz schön unangenehm werden.

Is das nun toll oder nicht?
´Ne klasse Einrichtung oder ne andere Art von Verdummung uns selbst gegenüber?

Wie dem auch sei,
die einfachsten Dinge werden plötzlich mühsam,
wenn man sie bewußt angeht.

Ein Beispiel:
Wenn ich erst lerne,Auto zu fahren,gehe ich jeden Schritt einzeln durch,
da ich ja auch für die ^Zukunft^ wissen soll,
"wie" ich fahren darf/muß.
Und die Angst war auch da!
Dazu sollte ich die Funktion der einzelnen Pedale kennen,die Gänge,
verschiedene Schalter/Schaltpunkte.
Ich machte das Experiment,ganz bewußt die Autofahrt zu beginnen,
was eindeutig verlangsamter vonstatten ging als die Präzisionsarbeit meines Gehirnes
und siehe da,ich fing an zu überlegen,welchen Schritt ich als Erstes tun sollte.

Und plötzlich war nix mehr wie vorher.In meinem Kopf ratterte es und die Gedanken
überschlugen sich bei dieser anscheinend so einfachen Tätigkeit...

Es ist erstaunlich.
Da fahre ich nun schon soviele Jahre Auto und immer wieder überrascht mich
ein einziger Moment der Unaufmerksamkeit und der Bewußtheit meines Tuns
und bringt mich dermaßen aus dem Konzept,daß ich
entweder wütend darüber werde,weil ich mich dumm schelte oder mich
am liebsten in nächste Mauseloch verkriechen würde vor lauter Scham.

Sind wir doch mal ehrlich...
Wir sind aufgeschmissen,wenn wir die gespeicherten Nummern in unserem Kopf vergessen haben
oder nicht mehr wissen,was wir einkaufen wollten
oder abgelegte Sachen nicht mehr finden
und,und,und...

Also doch ´ne tolle Sache oder Abhängigkeit?

Und schon tauchen die nächsten Angstgedanken auf...-
erliegen wir Alzheimer oder Demenz,fängt das jetzt schon an?

Ab und an komm ich mir vor wie ein Hund,der seinen Knochen verbuddelt
und ihn nicht mehr gleich auf Anhieb findet...,
mein Mann lacht dann immer und meint scherzhaft:
"muß ich mir Sorgen um dich machen?*augenroll"

und ehrlich gesagt,ohne etwas vertuschen oder übergehen zu wollen,
bemerk ich in manchen Situationen eine gewisse Coolness und eine Leichtigkeit
mit einem Schmunzel auf den Lippen,
weil mir danach einfällt,
daß das,was ich mal verlegt habe,
nicht ohne Grund von mir verlegt wurde...-
Ausrede oder Wahrheit?

Fakt ist,
wie auch immer ich das jetzt auslegen möchte...oder du,
in alledem wird Eines sichtbar,
anhand dieser einfachen Alltagssituationen,
-wir haben unsere Prioritäten woanders gesetzt
und vieles erscheint uns nicht mehr so wichtig.
Wir verändern uns ständig und ändern auch unsere Ansichten.
Wir verlagern unsere Gewichtigkeit in die Leichtigkeit.

Das ist der Fluß des momentanen Prozeßes,
ohne oberflächlich klingen zu wollen.

Das Erschrecken dieser Erkenntnis auf Grund
sogenannter Konzentrationsmangel oder Unaufmerksamkeit
wird eingetauscht gegen eine neue Erkenntnis der Leichtigkeit
und daß unser Computer eine große Hilfe,
aber nicht alles ist.
Unser Verstand ist ein einzigartiges Werkzeug
und wir brauchen ihn,
aber ab und an so einen ^kleinen Test^ zu machen,
schadet uns keineswegs und erinnert uns....

Wir dürfen uns hier selbst die Frage stellen,wenn wir möchten:
wollen wir manche Dinge nicht mehr finden oder ist es einfach
nicht mehr so wichtig,diese Dinge zu finden,weil etwas Anderes
jetzt in unserem Leben Platz genommen hat....?

Funkt das Ion jetzt auf einer anderen Ebene
oder funktionieren wir wie gehabt?
Wollen wir das noch so oder anders?
Müssen wir uns Sorgen machen oder können wir es freigeben?

Natürlich gibt es auch hier erachtenswerte Punkte,
die man nicht leichtfertig abtun sollte,
aber eine Abwägung dessen können wir vertrauensvoll wagen...

mich würden sehr eure Worte dazu interessieren...
vielleicht darf ich dann demnächst eure Gedanken dazu lesen...

lassen wir es offen...

 

 

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