Widerspruch,Wahrheit,Erkenntnis?...
Ich dachte mal,dass,wenn man jenseits des Abgrundes steht,man sicher ist.
Weit gefehlt,musste ich erkennen,denn...,
wer Sicherheit sucht,wird darin versinken
und wer den freien Fall übt,wird Boden unter seinen Füßen spüren.
Verrückt,aber wahr.
Je mehr wir uns nach etwas sehnen,
desto weiter rückt es in die Ferne.
Je mehr wir es annehmen,desto greifbarer wird es.
Wenn man von dem Zopfmuster abweicht,
ist man dem Ganzen näher,
wie wenn man versucht,das Muster ordentlich oder exakt hinzubekommen.
Was ich damit sagen will:
wie wollen wir nach den Sternen greifen,wenn wir glauben,dass sie zu weit weg wären?
Wie wollen wir uns wie ein Schmetterling fühlen,wenn wir im Anhang mit Zweifel alles
zunichte machen,statt dem Gefühl der Leichtigkeit dankbar zu sein und wenn auch nur
für einen Moment.
Leben wir nicht in einem Mysterium,wo alles möglich ist??
In einer Weite,die alles zu erschaffen weiß und auch tut??
Warum plagen wir ständig unser Gewissen mit dem was scheinbar gut und schlecht für uns ist?...
Warum fühlen wir uns nicht einfach mal wohl in diesem Moment der Glückseligkeit,
der Dankbarkeit,der Freude,die wir in diesen Augenblicken in uns fühlen ohne es erklären
zu müssen?...
Wer nun glaubt,er stünde weit vom Abgrund ab,der täuscht sich,denn je sicherer wir uns fühlen,
desto näher ist er uns und desto näher der freie Fall und in ihm auf sicheren Boden.
Es bedeutet,alles aufzugeben,was uns wichtig ist und war.Erst dann machen wir eine Erfahrung,
die mit keinem Geld der Welt bezahlbar ist und wir werden zu dem Schmetterling,der sich
leicht und sorgenfrei durch die Lüfte bewegt ohne auch nur einen einzigen Gedanken an das
Morgen zu verschwenden,denn er lebt nur in diesem Augenblick...
So absurd es auch klingen mag,im Freien leben wir "sicherer" als in einer Welt,die wir um
uns geschaffen haben aus verschlossen Türen und festen Mauern,denn wenn wir ehrlich sind,
haben wir oft genug erfahren,wie schnell diese kleine Welt einstürzen kann und trotz
verschlossener Türen und festen Mauern es dem Moment der kleinsten Veränderung gelingt,
hindurch zu kommen,um uns zu erreichen.Wir können nicht halten,was frei sein will und schon
gar nicht der Augenblick,der uns zum Geschenk gemacht wurde.Natürlich liegt das auch im
Auge des Betrachters,denn wenn er nicht erkennen kann,wie will er dann wissen,was ihm da
geschenkt wurde?...
Die Stimmen der Ohnmacht schreien und fragen,was das Geschenk sein soll und ich kann sie
gut verstehen,ihre Fragen nach dem Warum verstehen,doch es ändert nichts daran,dass es so
ist.Sich von etwas lösen,was man bisher krampfhaft festhielt,bereitet Schmerzen und es
wird solange schmerzen,bis wir erkennen,warum es geschieht.
Was nutzt mir alle Erklärung des Geschenkes,wenn es nicht erkannt wird?
Das ist eine Erfahrung,die wirklich nur Jeder selbst machen kann.
Und so unnatürlich es sich anhören mag,in Wirklichkeit leben wir auch von Moment zu Moment,
ob wir es wollen oder nicht.Und das ist unser Kampf,das ist der eigentliche Kampf.
Und er spielt sich nicht im Außen ab,auch wenn wir ihn darüber wahrnehmen.Er findet in
unserm Innern statt...
S--ICH--erh--EI--t...,ich bin im Ei,sicher eingehüllt und geschützt,wie im Mutterschoß.
Was geschieht mit mir,wenn ich aus dieser Hülle austrete?Ich verlasse den sicheren Bereich.
Aber warum war dieser Schoß sicher?...,er gab mir Geborgenheit,Wärme,Liebe,VerTrauen...
...
Und ich möchte Dir sagen,daß es in dieser Welt auch Geborgenheit,Wärme,Liebe und Vertrauen
gibt.Öffne deine verschlossenen Türen und reiße die festen Mauern ein,erlaube der Liebe
einzutreten,damit du nie mehr und scheinbar den Boden unter den Füßen verlierst...