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Wir sind Illusionisten in einem Traum,aber auch Träumer in einer Illusion.
Unsere Existenz bewegt sich in diesem,mit all unseren Gedanken und Gefühlen.
Unser Leben besteht aus Planung und nichts soll dem Zufall überlassen sein.
Wir leben in dem Bestreben,aufzuwachsen,beziehungsfähig zu sein,damit unser Wunsch
nach Familie,Kinder,Weltreise,Reichtum und vieles mehr,sich erfüllt.
Der Raum,der dazwischen liegt,zwischen all diesen Wünschen und Vorhaben,ist uns
unbewußt.Ab und an macht er sich bemerkbar.Wir registrieren ihn kurz und dann lassen
wir ihn schnell wieder in Vergessenheit geraten.
Wir erbauten uns eine Welt namens Glück und Zufriedenheit.Wir bekamen sie,doch sobald
etwas dazwischen kam,das so gar nicht in unser Konzept passte,verfluchten wir sie und mit
ihr all das angeblich Beschissene,Verkorkste,Falsche und Verdammte.
Bei all dieser Verkörperung der Dinge kamen wir niemals auf die Idee,daß das unser
Eigenprodukt sein könnte.Nein,ganz bestimmt nicht.Wie käme man selbst dazu,so etwas
Blödsinniges zu tun?
Eine infame Unterstellung oder Tatsache?
Nun,mal abgesehen von den Dingen,die durchaus nicht auf unseren Mist gewachsen sind und das
ist relativ wenig,dürfen wir uns mit der Tatsache des Tatbestandes anfreunden,daß es doch
so ist.Kein schöner Gedanke...,nicht wahr?...,aber er ist nun mal nicht von der Hand zu
weisen.
Wir träumen von dem,was wir nicht haben und das,was wir haben,schätzen wir gering.
Eigentlich sollte man darüber lachen können,wenn das nicht so traurig wäre.
Aber wer lacht schon über etwas Trauriges?
Jeder von uns hat sich eine kleine Welt für sich errichtet,doch viele von uns haben zu
spüren bekommen,was geschieht,wenn diese kleine Welt zusammenbricht.Plötzlich ist alles
ganz anders und plötzlich verstehen wir nichts mehr.Das ist die Antwort der Illusion.
Sie verpufft in einem einzigen Moment und ehe sie sich weiter entwickelt,entsteht
absolutes Chaos auf allen Ebenen unseres Seins.
Zuvor war noch alles gut und mit einem Mal ist alles scheinbar hinüber.
Seitensprung,Beziehung futsch.
Spekuliert,Geld futsch.
Kinderwunsch,zeugungsunfähig.
Neuanfang,Pläne durchkreuzt.
Uns so wäre die Liste endlos weiter zu führen.
Dann gibt es noch die Art,die man vorher sowieso schon scheiße fand,doch kommt´s dann
wirklich zu einem Zusammenbruch,wünschte man sich,mehr geachtet zu haben,was man hatte.
Seltsam,wie auch immer wir uns die Geschichten zurecht drehen,etwas können wir nicht
abstreiten.Es kommt jedesmal etwas anderes dabei raus.Damit verändern wir selbst den
Lauf der Dinge.Und es geschieht x-mal in unserem Leben,das wir genau das tun,ohne uns
dessen wirklich bewußt zu sein.Man könnte es auch als eine Abhängigkeit bezeichnen,die
uns mit dem Glauben verbindet,in einer für einen selbst perfekten Welt zu leben.
Gleichzeitig bedeuten aber auch diese Abhängigkeiten Sicherheit.
Will man uns diese Sicherheit nehmen,kommen wir ins Delier.Und das macht uns teilweise
zu wütenden Wesen oder läßt uns in einer Dunkelheit eitauchen,die uns erdrückt und
scheinbar handlungsunfähig macht.
Nun haben wir doch bisher unser Leben geplant,wieso funktioniert das nicht?Es war doch
alles da,alles vorhanden,damit nix schief laufen kann...,also,warum nicht?
Da wir auch freidenkende Wesen sind,haben wir dadurch natürlich auch alle Möglichkeiten,
etwas in diesem Plan zu verändern und hinzu kommt der seelische Wegweiser,der oftmals
Abstand von dem illusionären Plan nimmt,denn der hat meist was anderes im Sinn und DER
unterscheidet sich ganz und gar von dem Vorhaben des rationalen Verstandes.
Mit einer Entscheidung verändern wir alles,sei es nun Traum oder Illusion.
Der Gedanke ansich ist Illusion.Allein schon zu denken,daß man ist,ist Illusion,denn genau
in diesem Augenblick erschaffen wir damit das entsprechende In-und Umfeld.
Ja,es sind Entscheidungen.Wenn wir auf dem Weg gehen,ist es uns jederzeit mmöglich,die
Richtung zu wechseln und innerhalb dieses Wechsels wieder zu wechseln.Anhand dieser
Optionen wählen wir x-beliebige Änderungen.
Dadurh,daß wir etwas geändert haben,werden wir aufgefordert,das Vorherige loszulassen.
Tun wir das nicht,machen wir es uns unnötig schwer.Doch da das Leben stets bestrebt ist,
in Bewegung zu sein,ist manches nicht zu halten und wir sind gezwungen,loszulassen,auch
wenn uns das nicht gefällt.
Es gibt Menschen,die nur in ihren Erinnerungen leben.Damals war alles anders,sagen sie.
Stimmt,natürlich war es anders,weil sich alles verändert.In der Welt dieser Menschen
hat sich sicherlich nichts geändert,weil sie nichts ändern wollten,aber nichts desto trotz
hat sich die Um-oder Außenwelt verändert,da alles stets in Bewegung ist.
Bleibt nur noch die Frage:
Trete ich auf den Regenwurm oder geh ich an ihm vorbei,ohne ihn bewußt schädigen zu wollen
oder hebe ich ihn vielleicht sogar auf,um ihn an einen sicheren Ort zu legen?
Und da wäre noch eine zweite und letzte Frage:
Existiert dieser Regenwurm wirklich?
Nun denn,lassen wir uns überraschen....oder finden wir es heraus...!?...