als ich
im Garten sammelte,
um ein Tonikum herzustellen,
nahm ich zuerst unbemerkt Besucher in meiner Hose mit.
In der Küche angekommen,
begann ich gleich mit der Verrichtung
und just in dieser Bewegung
spürte ich plötzlich einen kurzes Brennen
an meinem inneren Oberschenkel.
Es war sehr nachhaltig und aufgrund dessen
sah ich gleich nach.
Gottseidank habe ich das getan,
denn sonst wäre aus diesem kurzen,aber
sehr intensivem Brennen
etwas großes Schmerzhaftes geworden.
Es war eine große Ameise,
der Waldameise ähnlich.
Ich sah genauer in meine Hose
und entdeckte noch mehr von ihnen.
Jau,dachte ich
und nix wie raus auser Hose.
Sie krabbelten alle schon an meinen Beinen hoch.
Ich ging in den Garten
und wischte sie vorsichtig,aber schnell von meinen Beinen
und schüttelte die Hose aus.
Das war wohl nur ein Warnzwicker der ersten Ameise
und das war gut so.
Dankbarkeit war mein Gedanke.
Dann wollte ich in meinen Schuh rein
und spürte etwas wie ein Steinchen.
Ich zog meinen Fuß wieder heraus
und sah erneut eine Ameise,
die ich glücklicherweise nicht zertreten hatte.
Dann schaute ich unter meine andere Fußsohle
und da hingen ebenfalss Zwei.
Auch sie hatten überlebt!
Etwas verdutzt war ich schon,
aber auch erstaunt.
Wie stark so kleine Wesen sein können.
Sie hatten nur ihr Nest verteidigt,
welches sich unter den Pfingstrosen befand,
was ich aber zuvor nicht wußte.
Warum ich das schreibe?
Diese kleine,aber scheinbar belanglose Geschichte?
Die Wahrnehmung war hochsensibel....
ohne daß einer von uns Schaden nahm.
Keine Aggression diesen Tierchen gegenüber.
Früher hätt´ ich sehr wahrschein drauf geklatscht!
Und...sie waren auch nicht gleich angriffslustig,
denn das hätten sie ohne Weiteres tun können.
Behutsamkeit,Bedächtnis und Respekt,
Mitgefühl & Akzeptanz
wahren das Leben
und sind ein unermeßlich wertvoller Schatz,
den man in seinem Herzen trägt...