das
alte Herz,
es blutet.
Es erinnert sich an all die schweren Zeiten,
an den Krieg,
an das Kämpfen,
aber auch an das Neuausrichten,
den Wiederaufbau,
den Zusammenhalt.
Es wuchs hinein
in die neue Zeit,
auch wenn es nicht immer verstand.
Und immer wieder sprach es:
"früher war es anders"....
Voller Wehmut bewahrte es diese Worte in sich
und voller Wehmut wandte es seinen Blick
in die Vergangenheit,
in der es soviel erlebt hatte.
Und manchmal trauerte es der
neuen jungen Generation,
die dies nie erfahren hatte
und diese Werte nicht erlebten.
Die Arbeit nicht als Lebensinhalt sahen
und der Gedanken der Alten ablehnend dankten.
Wieviel Mut bewies das alte Herz zu jener Zeit...
meine tiefste Achtung
und ich verneige mich vor diesen Herzen.
Das junge Herz,
es hat den Weg des alten Herzen nie erfahren,
wenngleich es auch mit den erschwerten Alltäglichkeiten
auf andere Art und Weise zu kämpfen hat.
Es muß sich bewähren
in heutiger Zeit
und erfahren,
wie der Maßstab des alten Systems
zerbricht.
Es bewahrt die Worte in sich:
"wo soll das alles noch hinführen"...
Wieviel Mut beweißt das junge Herz in dieser Zeit...
meine tiefste Achtung
und ich verneige mich vor diesen Herzen.
Das kindliche Herz,
es kennt weder den Weg des alten noch des jungen Herzes.
Es weiß von alledem nichts
und erlebt die Freude des Seins.
In seiner Verspieltheit
erkennt es die Perspektiven
und die Hoffnung,
das Innere nach Außen zu geben
und es auszubauen.
Es malt die inneren Bilder nach außen,
verwischt jegliche Trauer der Vergangenheit
und fördert fröhlichen Lebensinn mit unzerbrechlichem Mute.
Es sieht die "Welt" mit anderen Augen,
erfühlt sie mit seinen Sinnen
und bewegt sie mit seiner Leichtigkeit
und Unvoreingenommenheit
den Dingen,die sich da bieten.
Es versteht nicht die Worte des alten Herzens:
"früher war es anders"
und auch nicht die Worte des jungen Herzens:
"wo soll das alles noch hinführen".
Es sieht nur das Jetzt,
den Moment der Wirklichkeit,
hinterfragt ihn nicht
und beobachtet mit Freude seine
Entwicklung und Entfaltung,
ohne sich dessen wirklich bewußt zu sein.
Und es macht ihm Spaß,
darin mitzuwirken.
Ich verneige mich in tiefster Achtung vor diesen Herzen.
Zweifle nicht daran,
denn jedes Herz geht seinen Weg.
Und wenn du das nicht glaubst,
dann nimm dir die Zeit
und rieche an einer Blume,
atme ihren Duft tief in dich ein.
Spiel mit dem Ball,
der vor deine Füße rollt,
schieß ihn weg und schau,wo er landet.
Flechte einen Blumenkranz,
setz ihn dir auf´s Haupt
und tanze auf der großen Wiese des Lebens.
Lauf den Schmetterlingen hinterher,
ohne darüber nachzudenken,
wo er hinfliegt.
Und setz´ dich auf eine Baumschaukel,
schwinge dich ein
und vertraue deinem Herzen.
Du hast soviele Möglichkeiten...
das kindliche Herz ist auch Deines.
Entdecke und erfahre es neu.
Betrachte und beobachte,
interessiert und neugierig,
gespannt und freudig...
meine tiefste Ehrerbietung euch allen,
ihr Herzen der Vergangenheit,
der Gegenwart
und der Zukunft,
die sich vereinen
im Moment des immerwährenden
Hier & Jetzt
in Liebe